Phuong

Abschied von Vietnam

Jeder von uns dreien hat es gemerkt, die Zeit geht rasend schnell vorbei. Ich bin auch traurig das ich Vietnam verlassen muss, ich hätte noch so gern so viel mehr gesehen und erlebt. Es war eine sehr gute Entscheidung nach Vietnam zu gehen und hier Erfahrungen zu sammeln. Wir haben hier auch viele neue Freunde gefunden von denen wir uns gleich verabschieden müssen, teilweise begleiten die uns auch zum Flughafen.
Unser Flug geht von Hanoi um 19:50 los mit stopover über Hong Kong. Da bleiben wir dann eine Stunde und dann gehts auf direktem Wege nach Frankfurt wo wir dann um 06:00 ankommen.

Vielen Dank Vietnam das du uns so viel zeigen konntest, dein Charme wird mir sehr fehlen.

Mo

Hanoi power sightseeing

Nachtrag von letzter Woche:

Es ist dasselbe wie in Deutschland, wenn man länger an einem Ort ist verfällt man so schnell in einen Alltagstrott, das man gar keine Motivation mehr hat sich die nähere Umgebung genauer anzusehen.
Deshalb habe ich gestern entschlossen einen ganzen Tag mal so richtig Sightsseing in Hanoi zu machen, denn mir wird von allen Seiten immer wieder gesagt: „Genieße die letzten Wochen noch!“ Ich nehme euch beim Wort!
Morgens um 6 Uhr ging es los….

B52 Bomber

2009-08-21 um 01-24-01
6.30 es ist noch angenehm kühl, Hanoi scheint aber schon ewig wach zu sein, kam ich zu der Stelle an der vor gut 40 Jahren ein B52 Bomber der USA abgestürzt ist. Da eigentlich noch geschlossen war, musst ich keinen Eintritt zahlen, der Wärter hat mich freundlicherweise aber schon reingelassen.
2009-08-21 um 01-17-07
Viel sieht man eigentlich nicht! Verrostetes Metall, das ansatzweise noch die Form eines Flugzeuges hat und die mächtigen Raketen die den Bomber vom Himmel geholt haben. Umringt wird das ganze Szenario von verschiedenen historischen Flagsystemen der Vietnamesischen Armee.

Literaturtempel
7.30 der Literaturtempel öffnet gerade, im Park nebenan wird einem klar warum in Asien die alten Menschen noch so fit sind! Von nichts kommt nichts, jeden morgen Fitnessprogramm. Da war sogar eine Frau die einfach nur die ganze Zeit rückwerts gelaufen ist, faszinierend. In Deutschland hört man ja immer, ach hier tuts weh und hier. In Vietnam heißt das dann eben kein Gymnastik mehr, die ganz alten laufen dann eben mehrmals um den angrenzenden See. Es war sogar eine Frau dabei, die wirkte als könnte sie ihre Kniegelenke nicht mehr bewegen.
Dazu muss man noch ergänzend sagen, wenn man das alter eines Vietnamesen schätzt, kann man meistens schätzen und dann noch mal 20 Jahre hinzuzählen.
Nachdem beobachten im Park bin ich dann in den Literaturtempel, ich bin über einen Seiteneingang rein und wunderte mich warum ich kein Eintritt zahlen muss, beim rauslaufen merkte ich dann das da so ein Häusschen ist….
Der Literaturtempel war früher die Nationaluniversität und so was wie die Kaderschmiede unter den geleehrten, heute ist es vielmehr eine wunderschöne Parkanlage mit Geschichte und einigen Refugien. Allerdings habe ich verzweifelt Bücher gesucht. Inmitten der lauten Stadt aber ein wirklich sehr schöner Platz zum Entspannen!
Auf den Weg zum Westlake
Verfahren, kommt hier öfter vor. Aber wer ist denn da? Hier wurde er noch nicht geköpft, der gute alte Lenin. Auch hier im Hintergrund ein schöner Park zum entspannen, nur die Xeom Fahrer nerven tierisch. Gegenüber ist das Militärmuseum, mit noch mehr Schrott, im Reiseführer sowieso nicht empfohlen und nebenan ein schönes Cafe. Ich entschied mich für das Kaffee, trank einen guten vietnamesischen Kaffee und lichtete einfach nur die MiG ab.
Hinter dem Cafe steht der Tower von Hanoi, der zu einer Militäranlage gehört. Die Militäranlage wird noch genutzt, deshalb konnte ich sie leider trotz meines Vorstoßes mit dem Moped, nicht ansehen. Der Wächter hatte was dagegen. Also fuhr ich drum herum und siehe da den Nordeingang konnte man besichtigen, es war viel zu heiß und kein Tourist tat sich das an. Ist auch nichts besonderes, einfach ein altes Tor. Dafür kam ich mit dem Wärter ins Gespräch, ich bin immer wieder beeindruckt wie viele Vietnamesen noch deutsch können. Er war bis zum Mauerfall in der DDR und hatte sogar noch seinen Führerschein parat. Ich glaube den für die Vietnamesen war der Mauerfall wirklich nicht gut, kurz nach dem Vietnamkrieg war es für viele die Chance in die befreundete DDR zu gehen und dort zu arbeiten. Mit dem Mauerfall mussten die meisten dann wieder zurück.

Westlake so gegen 11.30
Der Westlake ist der größte See in Hanoi und liegt im norden der Stadt. Früher hatten die Könige ihre Sommerpaläste und heute wohnen hier die schönen und reichen. Nachdem ich ein bisschen die Gegend um den See erkundet hatte, die Ruhe und die Seeluft in mir. Gönnte ich mir ein zweites Frühstück.

Altstadt
Hier wurde ich erstmal von Verkäufern genervt und flüchtete mich zum nahegelegenden Hoan Kiem See, lief einmal um den See und kaufte mir danach Karten für das weltbekannte Wasserpuppentheater. Ich hatte noch eine Stunde bis Vorstellungsbeginn, also überbrückte ich die Zeit mit einigen Bier im Beer Hoi Corner und aß den besten Döner von Hanoi. Mit bester Laune begab ich mich dann zur Vorstellung, es ist wirklich beeindruckend wie die Puppen sich bewegen und mit wie vielen Details die Geschichte erzählt wird. Begleitet wird das ganze von schöner traditioneller Musik. Also ein Besuch ist zu empfehlen.

Der Abend
17.30 Also gönnte ich mir die erste Massage meines Lebens, eine halbe für Stunde für 4 Euro. Es war echt klasse, auch wenn ich manchmal am liebsten geschrien hätte, fühlte mich gleich um Jahre jünger. Noch leicht verpeilt und orientierungslos machte ich mich wieder auf zum Westlake um mit ein paar befreundeten Deutschen indisch zu essen, die hier gerade ein soziales Jahr machen.
21.30, fiel ich in mein Bett. Was für ein gelungener Tag und wer kann schon von sich sagen knapp 1000000 an einem Tag verprasst zu haben :D

Jede Menge Bilder:

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Mo

Hanoi Zoo

Hier ist gerade nicht viel los. Phuong ist gerade bei seiner Familie in Saigon, Sebastian und ich lernen und chillen. Sebastians Moped wurde von einem betrunkenen Vietnamesen umgefahren als es am Straßenrand stand, ich war nicht dabei, muss aber sehr lustig ausgesehen haben.
Letzten Sonntag waren wir mit ein paar Freunden, die wir in Sapa kennengelernt haben im Zoo von Hanoi, ganz gemütlich. Es gibt einige Tierarten die man in europäischen Tierarten nicht zu sehen bekommt, darunter Das Biturong, so eine Mischung aus Bär und Katze, war leider zu dunkel um diese abzulichten.
Hier ein paar Fotos:

2009-08-16 um 07-11-33 2009-08-16 um 07-11-58 2009-08-16 um 07-12-10 2009-08-16 um 08-42-24 2009-08-16 um 08-42-55 2009-08-16 um 08-45-10 2009-08-16 um 08-45-25 2009-08-16 um 08-45-39 2009-08-16 um 08-45-54 2009-08-16 um 08-46-13 2009-08-16 um 08-46-25 2009-08-16 um 08-46-38 2009-08-16 um 08-47-02 2009-08-16 um 08-47-19 2009-08-16 um 08-49-00 2009-08-16 um 08-51-27 2009-08-16 um 08-53-35 2009-08-16 um 08-53-49 2009-08-16 um 08-55-07 2009-08-16 um 08-56-37 2009-08-16 um 08-57-20 2009-08-16 um 08-59-00 2009-08-16 um 08-59-58 2009-08-16 um 09-03-11 2009-08-16 um 09-03-35 2009-08-16 um 09-04-35 2009-08-16 um 09-14-33 2009-08-16 um 09-15-07 2009-08-16 um 09-16-05 2009-08-16 um 09-16-20
Phuong

Jede Münze hat zwei Seiten

So schön Vietnam auch ist, aber irgendwann muss ich schlechtes über Vietnam berichten.
Mein Laptop hat letzten Montag den Geist aufgegeben, der Grund: Grafikkarte abgeraucht. Glücklicherweise haben wir hilfsbereite Freunde an der Uni die uns mit Rat weiter helfen können. Mit einem Mitstudenten hab ich mich auf dem Weg zur Reparatur gemacht. Angekommen hieß es, die Reparatur kostet 40 US Dollar und geht zwei Tage. Von wegen!!! Ich habe fünf Tage gewartet und sollte 55 US Doller bezahlen. Zu dem haben die mir noch meine halbe Tastatur geschrottet, diverse Tasten funktionieren nicht mehr und die F3 Taste ist verschwunden. Statt den Mann zu stehen und Kundenfreundlich zu reagieren haben meint der Chef vom Laden die hat schon vor weg gefehelt. Eine unverschämtheit!
Eigentlich hat der Laden anfangs einen seriösen Eindruck gemacht, letzten endes wieder mal abgezockt worden. Hier steht noch viel Arbeit an um den Service zu verbessern.

Mo

Reise nach Nordkorea

Nein wir machen keinen Trip nach Nordkorea, kostet zuviel, braucht zuviel organisatorischen Aufwand und außerdem ist Bill Clinton schon wieder weg.
Heute möchte ich den Blog von Cathrin Karras vorstellen. Sie ist Deutsch Vietnamesin und studiert seit 2005 Geschichte an der National Universität Hanoi. In Ihrem Blog gibt es wirklich viele Informationen, Geschichten und Wahrheiten über Vietnam und dessen Nachbarländern. Sie steht dem westlichen Kapitalismus skeptischer gegenüber wie dem Kommunismus und so kommt es das sie sich von vielem selbst ein Bild machen will.
Deshalb hat Sie seit einem halben Jahr schon eine Reise nach Nordkorea geplant und ist gerade auf den Weg dorthin. Klar wird sie nur das zusehen bekommen was sie auch sehen soll, allerdings bin ich trotzdem gespannt auf ihre Berichte aus einem isolierten Land.
Hier gehts zum Blog von Cathrin Karras

Mo

Vovinam Fight Fotos

Anspannung vor dem Kampf
2009-07-26 um 13-44-07

Konzentration
2009-07-26 um 14-37-26

Erstmal abtasten
2009-07-26 um 14-39-01

Sichere Punkte machen
2009-07-26 um 14-41-37

Gegner versucht mich mit allen Mitteln zu treffen
2009-07-26 um 14-42-46

Erschöpft, der in der Mitte ist auch unser Privattrainer
2009-07-26 um 14-44-32

Finale, Gegner verliert in der Nahdistanz den Überblick
2009-07-26 um 16-20-20

Hier kontert er mich aus
2009-07-26 um 16-20-39

Im Infight hatte er keine Chance
2009-07-26 um 16-23-10

Danke an Phuong für die Fotos!
Er bloggt gerade nicht weil er PC los ist.

Mo

Eine kleine Geschichte

Von Helge Timmerberg aus In 80 Tagen um die Welt.

Ein Mann stirbt und kommt in den Himmel. Es gefaellt ihn da nicht sonderlich. Er geht deshalb zu Gott und sagt: “Hey Chef, nichts gegen dich und deinen Laden hier. Aber man hoert so viel von der Hoelle. Ich wuerde gerne mal `nen Blick reinwerfen, nur fuer einen Tag. Geht das?”

“Klar geht das”, antwortet Gott. Der Typ zieht gleich los, kommt zur Hoelle und klopft an. Der Teufel persoenlich macht ihm auf. Der Teufel sieht wie Elvis Presley aus. Glimmeranzug, Gelfrisur, und er spricht englisch. “Brother”, ruft er, “good to see you! Come in for a little sightseeing tour.” Der Teufel zeigt dem Typen endlose Straende mit Beachvolleyball, Cocktailbars und Sonnenuntergaengen. “Alles klar”, sagt der Gast. “Ich bin morgen wieder da. Ich muss nur noch schnell im Himmel auschecken.”

Er eilt also zurueck und teilt Gott seine Entscheidung mit. “Kein Problem”, sagt Gott, “aber dieses Mal buchst du One-way. Dieses Mal gibt es keine Rueckfahrkarte.” Der guten Seele ist das scheissegal, sie packt ihren Kram und klopft am naechsten Tag wieder an der Hoelle an. Und wieder macht der Teufel persoenlich auf.

Aber jetzt sieht er tatsaechlich wie der Teufel aus. Ein ekelhafter, graesslicher, mieser, durch und durch boesartiger Herr der Unterwelt steht mit Hoernern, Schwanz und Mundgeruch in der Tuer. Und er nimmt den Gast auch nicht in den Arm, wie er es gestern zur Begruessung tat, jetzt packt er ihn und zerrt ihn rein, und statt der Straende und Bikinimaedchen sind nur noch Feuer und Folterknechte zu sehen, die Seelen am Spiess ueber den Flammen drehen. Schmerz, Schreie, Pein statt Reggae und Sonnenschein.

“Hey Mann”, sagt der der Typ zum Teufel, “wart mal `nen Moment. Nee, wirklich, das sah hier aber gestern ganz anders aus.” Der Teufel ist untroestlich: “Oh, yesterday, that was for tourists. This here is for residents.”

Ich finde diese Geschichte sehr treffend. Man sollte sich immer bewusst sein das man nur sehr selten die Wirklichkeit eines Landes mitbekommt wenn man reist. Selbst bei unserem langem Aufenthalt sehen wir noch vieles verzerrt.

Mo

Fight 3

Im Finale angekommen und immer noch etwas aus der Puste, traf ich auf einen Gegner den ich eher langsam einschätze. Er ging allerdings mit allem was er hatte nach vorne und trieb mich durch den Ring. Ich traf ihn zwar besser am Kopf und er mich fast nicht. Ihm gelang es allerdings immer wieder mich aus dem Ring zu treiben, weshalb ich mir einige Strafpunkte einhandelte. Das war im Endeffekt der Grund warum sich nur einer der 3 Punktrichter für mich entschied.
Von den Trefferpunkten war ich ihm zwar überlegen, allerdings war es mein eigener taktischer Fehler, dass ich immer gerade zurück gegangen bin. Hätte ich mehr mit Kreisbewegungen gearbeitet, wär das Match anders ausgegangen. Schon so oft trainiert und trotzdem vergessen :) Nächstesmal!
Insgesamt war es eine super Erfahrung für mich mal in einem anderen System zu kämpfen und vorallem in einem anderen Klima. Ein paar Fotos kommen noch.

Mo

Fight 2

Nach dem Mittagessen ging es weiter. Wie sich herausstellte waren es doch noch 2 Kämpfe die ich gewinnen musste.
Den ersten richtigen Kampf, konnte ich klar für mich entscheiden. Er traf mich sogut wie garnicht und mir gelang es in der zweiten Runde ihn sogar mit einem gezielten Schwinger (Danke nochmal fürs zeigen Jo Lam) auf die Bretter zu schicken. Bei diesem Gegner konnte ich wirklich gut meine Taekwondotechniken mit den Faustschlägen aus dem Vovinam kombinieren. Jetzt hatte ich einige Zeit um mich für das Finale zu regenerieren.

Mo

Fight 1

So heute morgen war es also soweit. Der erste Kampf stand bevor. Wie es bei mir vor Kämpfen normal ist, war ich wieder sehr aufgeregt. Nach längerem warten kam ich an die Reihe. Wo war mein Gegner? Er kam nicht, also hatte ich den ersten Kampf “kampflos” gewonnen und stehe nun im Finale. Das ist heute Mittag. Ich rechne mir ganz gut Chancen aus. Mehr gibt es später und hoffentlich kommt mein Gegner. Es gibt nichts schlimmeres als kampflos zu gewinnen. Später mehr!

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